Hoffnungsschimmer am Golf: US-Friedensplan hievt DAX an die 23.000er-Marke
Ein 15-Punkte-Plan der USA für den Iran lässt die Finanzmärkte aufatmen. Der Ölpreis reagiert prompt mit einer leichten Entspannung, und der DAX segelt in diesem vorübergehend ruhigeren Fahrwasser direkt mit nach oben. Dass sich die globalen Wirtschaftsaussichten infolge des Iran-Krieges massiv eingetrübt haben, kam für die Börsianer indes nicht überraschend. Dieses düstere fundamentale Szenario war nach dem desaströsen Absturz des ZEW-Index bereits weitgehend eingepreist. Nun heißt es für die Marktteilnehmer: Abwarten, wie Teheran auf die diplomatische Offensive reagiert und vor allem, wie schnell die lebenswichtige Straße von Hormus wieder öffnet, bevor sich die strategischen Ölreserven des Westens endgültig leeren.
Airbus beflügelt: Leitindex schließt knapp unter der magischen Hürde
Am gestrigen Mittwoch machte der deutsche Leitindex ordentlich Boden gut. Mit einem kräftigen Plus von 1,41 Prozent und einem Schlusskurs von 22.957,08 Punkten steht das Barometer nun unmittelbar davor, die psychologisch enorm wichtige Hürde von 23.000 Punkten zurückzuerobern. Liefern die geopolitischen Impulse weiter Rückenwind, ist dem DAX zuzutrauen, nach wochenlangen Abverkäufen endlich wieder einen positiven Wochenschluss aufs Parkett zu zaubern. Als klarer Zugvogel präsentierte sich gestern die Airbus-Aktie, die mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent die DAX-Spitze eroberte, dicht gefolgt von Scout24 (+2,1 %). Die rote Laterne trug hingegen die Papiere der Deutschen Börse mit einem Abschlag von 1,5 Prozent.
Charttechnische Warnung: Nur eine Bärenmarkt-Rallye auf wackeligen Beinen?
Doch Vorsicht ist weiterhin geboten: Charttechnisch muss zwingend davon ausgegangen werden, dass der DAX nach wie vor in einem übergeordneten Abwärtstrend feststeckt. Die aktuellen Aufwärtsbewegungen sind klassisch als technische Korrektur im Bärenmarkt zu bewerten. Selbst drei freundliche Handelstage in Folge reichten bislang nicht aus, um das markante Hoch des blutroten Abverkaufstages vom vergangenen Freitag zu knacken. Entsprechend steht die jüngste Aufwärtstendenz auf extrem wackeligen Beinen. Wer auf eine nachhaltige Bodenbildung hofft, muss sich darauf einstellen, dass der Index vorher nochmals eine schmerzhafte Runde gen Süden dreht. Für eine steile V-förmige Trendwende fehlt dem Markt aktuell schlichtweg das nötige Kauf-Momentum.
Bei den bereitgestellten Informationen handelt es sich nicht um Anlageanalysen. Das Material wurde nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen zur Förderung der Unabhängigkeit von Investment Research erstellt und ist daher als Marketingmitteilung zu betrachten.
Alle Informationen wurden von ActivTrades ("AT") erstellt. Die Informationen enthalten weder eine Aufzeichnung der Preise von AT noch ein Angebot oder eine Aufforderung zu einer Transaktion in einem Finanzinstrument. Es wird keine Zusicherung oder Gewährleistung für die Richtigkeit oder Vollständigkeit dieser Informationen gegeben.
Das zur Verfügung gestellte Material bezieht sich nicht auf das spezifische Anlageziel und die finanzielle Situation der Person, die es erhält. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. AT bietet einen reinen Ausführungsdienst an. Folglich geschieht jede Person, die auf der Grundlage der bereitgestellten Informationen handelt, dies auf eigenes Risiko. Prognosen sind keine Garantien. Ein regulierter Status garantiert keine Sicherheit. Die Zinssätze können sich ändern. Politisches Risiko ist unvorhersehbar. Maßnahmen der Zentralbank können variieren. Die Werkzeuge der Plattformen garantieren keinen Erfolg.