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DAX vor Rekordhoch nach US-Wahl und Ölpreissturz

Frank Sohlleder
05. November 2026

Machtwechsel beflügelt die Börse: DAX stürmt in Richtung Rekordhoch!


Ein politisches Beben in den USA hat ein gewaltiges Kursfeuerwerk auf dem Frankfurter Parkett entfacht. Nachdem die Demokraten bei den Zwischenwahlen beide Kongresskammern erobert haben, reagierten die Märkte mit massiver Erleichterung und purer Risikofreude. Der deutsche Leitindex schoss um fulminante 2,22 Prozent auf 26.437,67 Punkte nach oben und ließ die zähe 26.000er-Marke weit hinter sich. Im Tageshoch fehlten lediglich 78 Zähler bis zum absoluten Allzeithoch von Ende August. Zusätzlichen Turbo erhielt diese Rallye durch einen dramatischen Einbruch am Ölmarkt: Ein Preissturz von über acht Prozent erstickte die hartnäckigen Inflationssorgen abrupt im Keim. Während die Wall Street extrem breitflächig haussierte, führten hierzulande Bankaktien die Gewinnerlisten an.


KI-Sektor unter Druck: Rüstungs-Schock bei Rheinmetall!


Die neue politische Landschaft in Washington hat die Sektoren-Favoriten jedoch radikal neu geordnet. Aus Sorge vor künftig schärferen Regulierungen gerieten Halbleiter- und KI-Infrastrukturaktien weltweit unter die Räder, Tesla verlor ebenfalls spürbar an Boden. Im harten Kontrast dazu feierte Apple ein neues Rekordhoch. Auf heimischem Terrain sorgte Rheinmetall für einen herben Dämpfer: Obwohl der Rüstungskonzern im abgelaufenen Quartal den Umsatz um 32 Prozent und das operative Ergebnis um 62 Prozent steigern konnte, wurde das Umsatzziel für 2026 vorab gekappt. Eine Verzögerung beim "Arminius"-Auftrag drückte das einst unaufhaltsame Papier unter die psychologische Marke von 1.000 Euro – ein Absturz von rund 50 Prozent vom Rekordhoch.


Super-Donnerstag der Bilanzen: Fällt jetzt die historische Bestmarke?


Am heutigen Donnerstag steht der Markt vor einem echten fundamentalen Stresstest. Mehr als 50 Unternehmen, darunter die DAX-Giganten Deutsche Telekom, Commerzbank, DHL Group und Siemens Healthineers, präsentieren geballt ihre Bilanzen. Flankiert wird diese beispiellose Zahlenflut am Nachmittag vom Zinsentscheid der Bank of England sowie essenziellen ersten Schätzungen zum US-Wirtschaftswachstum (BIP). Charttechnisch ist das Setup historisch lukrativ: Nach unten fungiert die 26.000er-Marke nun als Betonfundament. Die Kernfrage des Tages lautet: Hält das massive Momentum an, um den DAX in dieser Bilanz-Flut endgültig über sein Rekordhoch von 26.619 Punkten zu hieven, oder erzwingen Gewinnmitnahmen kurz vor der Ziellinie eine Konsolidierung?

 

 

 

 

 

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