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Hexensabbat-Rücksetzer: DAX unter 25.500 Punkte

Frank Sohlleder
21. September 2026

Rücksetzer am Hexensabbat: Zinswende in Japan und Geopolitik drängen DAX unter 25.500 Punkte


Der deutsche Leitindex hat zum Wochenabschluss einen deutlichen Dämpfer erlitten. Belastet vom großen Verfallstag („Hexensabbat“) und einer historischen Kehrtwende in Asien sackte der DAX am Freitag um 1,60 Prozent auf 25.304,06 Punkte ab. Damit gab das Börsenbarometer die Gewinne vom Vortag vollständig ab und unterschritt die wichtigste charttechnische Unterstützung bei 25.500 Zählern. Hauptauslöser des Ausverkaufs war die Bank of Japan: Als dritte Großnotenbank der Woche hob sie ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 1,25 Prozent an – den höchsten Stand seit 30 Jahren – und schloss weitere Schritte nicht aus. Zudem schürte Donald Trump mit der Ankündigung einer nicht näher definierten „großen Entscheidung“ im Iran-Konflikt frische geopolitische Nervosität.


VW verlässt die europäische Elite: Jahresentwicklung des DAX verliert dramatisch an Breite


Auf Unternehmensebene hinterlässt der anhaltende Druck spürbare Spuren. Die Vorzugsaktie von Volkswagen geriet unter erheblichen Abgabedruck und schloss bei 76,52 Euro, nachdem der Abstieg des Automobilriesen aus dem EuroStoxx 50 besiegelt wurde. Im Schatten des Indizes zeigt sich zudem eine bedenkliche Ausdünnung der Marktbreite: Seit Jahresbeginn liegt der DAX nur noch gut 3,1 Prozent im Plus – deutlich weniger als die 7,2 Prozent Ende August. Das Kursniveau wird primär von wenigen Schwergewichten gestützt, während andere DAX-Titel wie Heidelberg Materials oder Rheinmetall seit dem Jahreswechsel bereits über 35 Prozent an Wert eingebüßt haben.


Schicksaltreffen im Weißen Haus: Trump-Xi-Gipfel diktiert die Richtung für die neue Handelswoche


Für den Start in die neue Handelswoche richtet sich der globale Fokus exklusiv auf Washington. Das Treffen von Chinas Präsident Xi Jinping bei Donald Trump im Weißen Haus gilt als das überragende Marktereignis. Neben dem schwelenden Handelskonflikt um Seltene Erden steht vor allem die US-Forderung nach einer Isolation Teherans ganz oben auf der Agenda. Sollte der Gipfel Einfluss auf den Iran-Konflikt nehmen, dürfte dies unverzüglich über den Ölpreiskanal auf die Aktienmärkte durchschlagen. Die zentrale Frage zum Wochenauftakt lautet: Gelingt dem DAX die schnelle Rückeroberung der 25.500-Punkte-Marke, oder bestimmt die Ungewissheit vor dem Diplomatie-Marathon weiter das Geschehen?

 

 

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